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Bereits vor sechs Jahren stattete ich dem DDR Museum im Zentrum Berlins einen ersten Besuch ab, war angenehm überrascht, auf welche Weise jenes Museum seinerzeit die Thematik „DDR“ an den interessierten Besucher heran trug, insofern lag es nahe, jenem Museum einen zweiten Besuch abzustatten, damit meine interessierte Begleitung dieser Tage eine weitere Facette meiner Geburtsstadt kennen lernen könnte. Leider erschien für mich selbst das Resultat jenes zweiten Besuches nicht mehr ganz so positiv, wie beim ersten Mal, was auch (aber nicht ausschliesslich) an so manch einem Besucher lag. Nun kann ein Museum sich seine Besucher nicht aussuchen, insofern trifft in diesem Aspekt das Museum keinerlei Schuld an dem von mir bemerkten Rückgang in der Qualität der dargebotenen Informationen, wenn aber bereits die schiere Menge an mehr oder minder interessierten Besuchern es nahezu unmöglich macht, die eine oder andere Information eingehender zu studieren, dann liegt das auch zum Teil am Grundkonzept eines Museums. Kurz ausgedrückt: Für die Menge an Touristen ist auf viel zu kleinem Raum viel zu viel Information untergebracht – und diese Informationen haben im direkten Vergleich zu meinem ersten Besuch vor sechs Jahren auch noch qualitativ stark abgenommen. Das DDR Museum wirkt auf mich mittlerweile wie ein touristischer Durchlauferhitzer, in welchem ein Gesamteindruck von der nicht mehr existierenden DDR bestenfalls nur noch sehr oberflächlich und touristisch sehr leicht verdaulich transportiert wird. Dass kleinste, nicht wirklich wichtige Details dann auch noch hier und dort schlichtweg falsch abgebildet werden, spielt dann nur noch nebensächlich vielleicht eine Rolle.
Man muss sich gut überlegen, ob man jenem Museum einen Besuch abstatten will, immerhin kann man beim Eintrittspreis sparen, wenn man in Besitz der „Berlin Welcome Card“ der BVG ist. Ganz offensichtlich ist diese Institution sehr gut besucht – und das ist sehr diplomatisch ausgedrückt! Entsprechend wird man in den eng anmutenden Räumlichkeiten mehr oder minder freiwillig herum geschoben oder muss zuweilen gefühlte Ewigkeiten warten, bis man ein Objekt oder eine Information näher studieren kann. Vielleicht hatten wir mit dem Zeitpunkt unseres Besuches auch einfach nur Pech, jedoch sind wir an den Tagen unseres Besuches mehrmals an jenem Museum vorbei gekommen und dann standen dort immer sehr viele Menschen herum. Grundsätzlich halte ich Institutionen wie das DDR Museum für gut und auch wichtig, wenn man aber eingehender und vor allem nachhaltiger in die Materie eintauchen will, eignen sich andere Institutionen, von denen wir auch einige besucht haben, in Berlin besser. Erstaunlicher Weise konnte ich im DDR Museum ein paar Besucher bemerken, die ganz offensichtlich „ihrer“ mittlerweile untergegangenen vermeintlich heilen DDR-Welt nachtrauerten, fast schon in Nostalgie versunken vor allem ob der gezeigten Wohnräume eines klassischen Plattenbaus ihren Gefühlen ungebremst freien Lauf liessen und dabei so manch eine Bemerkung fallen liessen, die ich persönlich als grenzwertig empfand. Ich möchte da nicht näher ins Detail gehen, aber wozu „Verklärung“ einst gegebener Tatsachen führen kann, bewegt mich zuweilen sehr (und das ist ebenfalls sehr diplomatisch ausgedrückt).
Dennoch habe ich jenen Besuch nicht vollends bereut, meine Begleitung ohnehin nicht. Für sie war jener erste Kontakt mit dem, was für mich viele Jahre Realität war, in vielerlei Hinsicht neu, aber auch nicht vollumfänglich unbekannt. Trotzdem merkte auch Sie im Laufe unserer Reise mehrfach an, dass der Besuch so manch einer anderen Institution ihr mehr gebracht habe. Es bleibt ein zwiegespaltener Eindruck von jenem zweiten Besuch des DDR Museums in mir zurück. Trotzdem habe ich aus jenem Vergleich zwischen meinen beiden Besuchen für mich die Erkenntnis mitgenommen, dass es zuweilen gut sein kann, einen Ort mehrfach aufzusuchen. Nur so lässt sich ein halbwegs objektiver Eindruck vermitteln und weiter geben.
