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Die East Side Gallery ist ein so genanntes „must“ auf der Liste sehr vieler Touristen, ein Quasi-Pflicht-Ziel. 1989 mit Einverständnis der gerade noch existierenden DDR-Regierung eingerichtet und eingeweiht, haben sich die bunt bemalten Reste der Berliner Mauer, die einst im Schatten der mittlerweile wieder aufgebauten Oberbaumbrücke hier an den Ufern der Spree verlief, zu dem Touristen-Hot-Spot schlechthin gemausert, insbesondere bei jüngeren Menschen ist diese Institution und Region beliebt. Inzwischen sind hier sogar Jugendhotel-Schiffe vor Anker gegangen! Dort, wo einst auf Menschen geschossen wurde, wird jetzt geschlafen und gefeiert… Auch das ist irgendwie typisch Berlin.
Verschiedenen Angaben nach ist die East Side Gallery die längste Freiluft-Galerie der Welt. Ob das so stimmen mag, sei mal dahin gestellt, ich habe sie vor einigen Jahren noch als die längste zusammen hängende Galerie der Welt kennen gelernt, zwischenzeitlich wurden nicht nur Segmente der Mauer entfernt, um Zugang zu mittlerweile auf dem ehemaligen Todesstreifen errichteten Neubauten zu gewähren, sondern es wurden auch Bilder, von denen mir noch einige in guter Erinnerung sind, entfernt – obwohl die East Side Gallery knapp zwanzig Jahre nach ihrer Entstehung sogar unter Denkmalschutz gestellt wurde. Ein paar der Werke, die die Veränderungen überlebt haben, wurden von den Künstlern selbst wieder restauriert, ob sich aber die East Side Gallery dem in Berlin dringend benötigten Platz für neue Wohnbauten dauerhaft zur Wehr setzen kann und die noch verbliebenen Bilder kommende Jahre überstehen werden, wird die Zeit zeigen. Auch das ist typisch Berlin.
Zwar wurden ebenso zwischenzeitlich einige ortsbezogene Informationstafeln aufgestellt, jedoch wird hier an der East Side Gallery nur vergleichsweise wenig über die spezielle Vergangenheit dieses Areals in Berlin informiert. Weitaus mehr Impressionen und Informationen zur Berliner Mauer lassen sich unter anderem an der „Gedenkstätte Berliner Mauer“ sammeln. Machen Sie sich darauf gefasst, dass hier sehr oft sehr viele Menschen aus allen Nationen der Welt unterwegs sind und es zu gewissen Tageszeiten hoch her gehen kann, achten Sie auch auf Ihre sieben Sachen, auf verschiedenen in Bodenhöhe montierten Tafeln wird vor Taschendieben und Hütchenspielern gewarnt. Uns begegneten „nur“ ein paar dubios anmutende Spendensammler, die ganz offensichtlich die Unwissenheit vor allem von Touristen auszunutzen versuchten. Ich persönlich finde es ausgesprochen. schade, dass einige der Werke, die ich noch vor Jahren betrachten konnte, zum Teil vollkommen und restlos verschwunden sind. Auch wenn nicht jedes Werk jeden Besucher irgendwie angesprochen hat, so waren die East Side Gallery in ihrer Gesamtheit ein einzigartiges Werk, welches die Thematik Trennung und Berliner Mauer auf eine ungewöhnliche Weise behandelt, neue Sichtweisen auf die Vergangenheit ermöglicht hat. Durch die derzeit wahrnehmbaren Veränderungen hat sie viel, wenn nicht gar zu viel verloren. Es ist schon jetzt schwer, sich das ehemalige Erscheinungsbild des Grenzstreifens vorzustellen, verschwinden dann irgendwann auch noch die restlichen Mauerplatten, dann ist einmal mehr ein Stück deutscher Geschichte sang- und klanglos verschwunden. Und das ist nicht gut.
