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Wir waren sehr neugierig auf diese Institution, die in einer Fernsehsendung des RBB über Imbiss-Möglichkeiten in Berlin vorgestellt wurde: Der Teigmeister gegenüber der Hausnummer 10 auf dem Mittelstreifen der Levetowstrasse. Der Teigmeister ist eine Pizzeria, die eigener Aussage nach kleinste Steinofen-Pizzeria der Welt. Allein schon aufgrund dieser Aussage waren wir sehr neugierig, schliesslich ist Berlin eine Stadt, in welcher üblicher Weise eher geklotzt statt gekleckert wird, zumindest habe ich so meine Geburtsstadt in Erinnerung. Darüber hinaus befindet sich jene Pizzeria an einem Ort, den zumindest ich nicht als „touristischen Hot Spot“ von Berlin bezeichnen würde, aber vielleicht ist diese Tatsache auch ein Teil des Erfolgsrezeptes. Diese besondere Pizzeria ist offensichtlich beliebt! Ob sie wirklich die kleinste ihrer Art auf dieser Welt ist, lässt sich kaum nachprüfen, aber wozu sollte man das auch machen? Beim ersten Eindruck des Teigmeisters zweifelten wir nicht daran, dass die Aussage wahr sein könnte, beschränkt auf Berlin trifft sie mit absoluter Sicherheit zu.
Der Teigmeister ist wirklich winzig und dennoch arbeiten hier zwei sehr engagierte Menschen auf engstem Raum zusammen und zaubern in typisch berlinerisch schnörkelloser Art sehr zackig wirklich tolle Pizzen auf den Pappteller oder die Karton-Transportbox, die zudem nicht nur bezahlbar sind, sondern auch in weiten Teilen deutlich unter dem selbst in diesem Teil von Berlin eher niedrig angesiedeltem Preisniveau liegen. Die Pizzen, die ausschliesslich mit dem Durchmesser von 32 Zentimetern angeboten werden, beginnen bei 5,50 und enden bei 8 Euro. Sie liegen damit bis zu 9 Euro unter dem, was in der unweit gelegenen Turmstrasse im Schnitt für eher mittelmässige Pizzen verlangt wird (die nebenbei gesagt nicht einmal ansatzweise so gut schmecken, wie die vom Teigmeister). Für ebenso vergleichsweise wenig Aufschlag im Bereich zwischen einem und zwei Euro pro Zutat kann man sich die gewünschte Pizza auch noch aufpeppen lassen. 18 Pizza-Varianten werden angeboten, die Auswahl aus der Getränke-Karte ist deutlich übersichtlicher, aber das schadet dem Image nicht.
Nun mag man sich fragen, wie ein solches Konzept überhaupt umsetzbar sein und Ertrag abwerfen könnte. Die Antwort dürfte wohl darin liegen, dass am Teigmeister abgesehen von den Pizzen selbst wenig bis nichts an eine klassische Pizzeria erinnert (wobei ich in Italien ähnlich reduzierte Versionen durchaus zu lieben gelernt habe). Es gibt kein Kunden-WC, relativ wenig Sitzplätze ausschliesslich im Aussenbereich auf Bänken an einfachen Klappholztischen, lediglich ein wenig Schatten durch Bäume und Sonnenschirm, keinerlei dezidierte Kundenparkplätze und obendrauf zu bestimmten Tageszeiten einigen Verkehrslärm. Und dennoch ist der Teigmeister beliebt, nicht nur bei der jüngeren Generation, sondern auch bei vielen mit gehobenerem Baudatum, wie wir bei unserem Besuch fest stellen konnten. Gewisse Bedürfnisse können in offensichtlich getätigter Absprache mit den Betreibern der nahe gelegenen Tankstelle erfüllt werden, was auch gut zu funktionieren scheint. Es verhält sich mit dem Teigmeister also genau so, wie mit so ziemlich jeder anderen Imbiss-Bude, nur dass die hier angebotenen Pizzen nicht nur eine gute, sondern vor allem eine sehr schmackhafte Alternative zum Beispiel zu einer Standard-Currywurst, dem klassischen Berliner „Nationalgericht“, darstellen, die wir Ihnen aufgrund selbst gesammelter Eindrücke und Erfahrungen nur wärmstens empfehlen können. Erfreulicher Weise ist man hier auch nicht von den in Berlin mittlerweile typischen Touristenmassen umgeben, allein schon diese Tatsache macht einen Besuch beim Teigmeister sehr lohnenswert! Beachten Sie aber die Öffnungszeiten! An Montagen und Sonntagen ist der Teigmeister geschlossen, von Dienstag bis Samstag aber von 13 bis 22 Uhr geöffnet.
