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Dieser Beitrag ist insofern ungewöhnlich, als dass ich Ihnen keinerlei Bildmaterial von dem zeigen kann, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben. Wer aber eine Führung mit dem Verein „Berliner Unterwelten“ unternimmt, muss sich daran gewöhnen, dass keinerlei Film- und Video-Aufnahmen während einer Tour durch den Untergrund von Berlin gemacht werden dürfen und das gilt sogar für Pressevertreter und Medienhäuser! Um überhaupt entsprechendes Material erstellen zu können, bedarf es einer gesonderten, vorab zu beantragenden Akkreditierung. Natürlich waren wir ein klein wenig enttäuscht, hatten wir unsere Kameras doch umsonst mitgenommen, dennoch haben wir ein Führungsangebot wahr genommen, welches wir Ihnen sehr empfehlen möchten. Die Bilder, die wir zumindest in unserem Kopf mitnehmen konnten, werden wir so schnell nicht vergessen. Und Sie sicherlich auch nicht, sollten Sie sich noch nie mit dem befasst haben, was der Verein Berliner Unterwelten anbietet. Der Hauptsitz des Vereins Berliner Unterwelten ist unweit des Falkturms Humboldthain am U-Bahnhof Gesundbrunnen gelegen. Exakt in dem Areal jenes U-Bahnhofes verläuft auch der Weg der Tour Nummer 1, die der Verein anbietet und die wir gebucht hatten. Viele Menschen (so auch ich) wissen nicht, dass sich in jenem Bauwerk ein riesiger Luftschutzbunker versteckt, der irgendwann kurz vor dem Zweiten Weltkrieg entstand. Man beachte: Noch bevor dieser Weltkrieg ausbrach, stand für gewisse Kreise im Dritten Reich fest, dass es Krieg geben wird, entsprechend wurden Anlagen gebaut und die Bevölkerung „geschult“, wenn man das überhaupt so nennen kann. In meinem bescheidenen Leben habe ich viele Bunkeranlagen höchst verschiedener Art und Ausführung zu Gesicht bekommen und das nicht nur in der Schweiz, sondern schon zuvor auch in Deutschland. Was ich dann aber hier am Gesundbrunnen zu Gesicht bekam, erstaunte sogar mich noch mehrfach.
Immer wieder bin ich Berliner Tunneln der S- und U-Bahn an irgendwelchen Türen vorbei gelaufen, immer mit Scharnieren und Schlössern, aber so gut wie nie mit Klinken ausgestattet. Ich habe mich so manches Mal gefragt, was solche Türen im Untergrund vom Alexanderplatz, Potsdamer Platz und anderen verbergen würden, sie machten für mich keinen offensichtlichen Sinn. Auf dieser Führung erfuhr ich es dann. Die zuständige Person, die uns durch den Irrgarten am Gesundbrunnen führte, beeindruckte mich mehrfach durch ausgesprochen profundes Wissen um Zeitabschnitte beginnend beim auslaufenden Kaiserreich über die Weimarer Republik durch das Dritte Reich und endend beim Kalten Krieg und dem real existierenden Sozialismus in Form der Deutschen Demokratischen Republik, DDR. Man – und so auch ich – bekam jede Frage beantwortet. Man bekommt sehr viel zu sehen im Untergrund Berlins! Und man kann sehr viel lernen! Da geht es nicht nur um Schutzräume, Bomben, Fluchtverhinderung und dergleichen, da geht es auch um Hitlers wahnwitzig anmutenden Bestrebungen, aus Berlin die neue Reichshauptstadt „Germania“ zu machen und was zu diesem Zweck an Anstrengungen unternommen wurde. So mache eine Frage von anderen Besuchern verwunderte mich. Einige von ihnen waren keine 15 Jahre jünger als ich. Zugegeben: Mir wurde sehr viel gezeigt, beigebracht, meinetwegen auch viel Sinn für deutsche Geschichte vermittelt, mehr, als das heutzutage vielleicht üblich ist. Aber Art und Inhalt so manch einer Frage zeugte nicht von Desinteresse, sondern von einer Unwissenheit zu alledem, was heute immer noch als Folge des Weltkrieges wahr zu nehmen ist. Die Zeiten wiederholen sich. Auch das kann man auf einer solchen Führung lernen.
Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.
George Santanaya, 1863 – 1953
