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Der Botanische Garten Berlin ist eine wahre Oase der Ruhe und Schönheit in dieser quirligen Stadt. Natürlich hätten wir uns auch „nur“ in eine Parkanlage setzen können, nachwievor empfinde ich Berlin immer noch als eine sehr grüne Stadt, eine Anlage wie diese aber ist etwas ganz besonderes, was man sich bei einem Besuch in der Hauptstadt Deutschlands nicht entgehen lassen sollte. Auf 43 Hektar Land, was diesen Garten zu einem der grössten in Deutschland und zum zweitgrössten der Welt (!) macht, gedeihen 22.000 Pflanzenarten. Die Geschichte des Botanischen Gartens Berlin reicht bis 1573 zurück, seit Ende des 19. Jahrhunderts liegt die Anlage am heutigen Ort, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist. In meiner Kindheit war ich ein paar Male hier, somit lag es nahe, hierher zurück zu kommen und zu sehen, ob und wie dieser schöne Garten verändert hat, aber auch um einen Gegenpol zu der riesigen Menge an schwerer Deutscher Geschichte zu finden, mit denen wir uns in den Tagen zuvor intensiv befasst hatten.
Und wie sich dieser Garten im Laufe all der Jahre verändert hat! Seit dem Umbau des Botanischen Gartens Berlin im Jahre 2023 ist er vor allem in Bezug auf Tourismus deutlich besser erschlossen, man hat in dieser Stadt wohl begriffen, dass auch Gartenanlagen in diesem Stil Geld in die Kassen der Stadt spülen können, nahe liegender Weise ist also auch der Eintritt nicht kostenlos, aber allemal bezahlbar. Bedauerlicher Weise wurde das Mittelmeerhaus, das älteste Haus des Gartens, nicht in die Neugestaltung einbezogen, ganz offensichtlich reichten die finanziellen Mittel nicht, um auch dieses Haus in einen besseren Zustand zu versetzen. Mit der kompletten Streichung aller Mittel zu Beginn des Jahres 2025 ist die Zukunft jenes Hauses ungewiss. Das grosse Tropenhaus, Hauptanziehungspunkt im Botanischen Garten und gleichzeitig trotz seines Alters von mittlerweile hundert Jahren immer noch die grösste Stahl-Glas-Konstruktion der Welt, ist aber in einem sehr schönen Zustand. Das war nicht immer so. Bis 2006 war der Zustand dieses und einiger anderer Gewächshäuser derart schlecht, dass ganze 16 Millionen Euro für die grundlegende Sanierung investiert werden mussten. Teile der Konstruktion drohten herab zu stürzen und ausgefallene Heizungen hätten beinahe dafür gesorgt, dass grosse Teile des Bewuchses eingegangen wären. In Berlin gibt es mittlerweile sehr viele „Lost Places„, ich hätte es sehr bedauert, diesen Garten dazu zählen zu müssen…
Der Botanische Garten Berlin ist beliebt. Offensichtlich dient er aber nicht allein der Studie der Natur, einige Besucher nutzen ihn offensichtlich als Ausflugsziel, um ein Eis, Kuchen oder Kaffee zu geniessen. In der Anlage gibt es zahlreiche Orte zum Verweilen, man tritt sich hier nicht gegenseitig auf die Füsse und erstaunlicher Weise ist der ansonsten omnipräsente Lärm von Berlin hier kaum noch zu hören. Ist man also auf der Suche nach einem Ort der Ruhe, so muss man nicht aus Berlin heraus fahren. Freunde von Pflanzen und insbesondere jetzt noch vielen schönen Blüten aller Art werden sicherlich hier voll auf ihre Kosten kommen (und feststellen, dass der verlangte Eintrittspreis vollumfänglich berechtigt ist).
