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An den Ufern des Murtensees liegt die Ortschaft, die ihm den Namen gab: Murten (in der französischen Sprache auch als „Morat“ bekannt). Am nordöstlichen Rand des Kantons Freiburg gelegen stellt Murten nicht nur ein sehr schönes Beispiel für alte Stadtarchitektur dar, sondern ist vor allem für das historische Selbstverständnis der Schweiz von besonderer Bedeutung. Unweit der Stadt fügten die Truppen der Eidgenossenschaft dem Herzog von Burgund Karl dem Kühnen 1476 eine derart empfindliche Niederlage zu, dass mit dieser Schlacht von Murten der stetige Niedergang des Burgunder-Reiches eingeläutet wurde und sich die Grenzen in Europa einmal mehr grundlegend veränderten. Die Schlacht von Murten wird aus historischer Sicht als erster grosser Bündnisfall zwischen den Kantonen der alten Eidgenossenschaft angesehen. Obwohl die Interessen jener seinerzeit involvierten Kantone zum Teil diametral verschieden waren, stand man an den Ufern des Murtensees zusammen gegen die Machtbestrebungen Burgunds, welches es damals vor allem auf die Städte Freiburg und Bern abgesehen hatte. Es verwundert daher wenig, dass man in Murten auf sehr viel ausgeprägtes eidgenössisches Selbstbewusstsein trifft…
Uns erinnerte Murten auf den ersten Blick vor allem an Bern, Aufbau und Erscheinungsbild der jeweiligen Altstadt-Bereiche ähneln sich sehr. Die Geschichte Murtens reicht bis weit in die Eisenzeit zurück, eine genaue und vor allem rundum abgesicherte Rekonstruktion des historischen Werdegangs ist aber nicht möglich. Weder lässt sich der Ursprung des Namens, noch die erstmalige urkundliche Erwähnung genauer belegen, als gesichert aber gilt, dass Murten bei seiner ersten (abgesicherten) urkundlichen Erwähnung zum ersten Königreich von Burgund gehörte. Da Murten zu Beginn des 13. Jahrhunderts im Grenzgebiet zwischen den Interessengebieten Burgunds und Habsburgs lag, wurde 1238 die eindrucksvolle Ringmauer errichtet, die zum Landesinneren hin noch immer das Erscheinungsbild von Murten prägt. Selten habe ich Ortschaften erkunden dürfen, die ein derart konsistentes Erscheinungsbild aufweisen! Während zahlreiche und vor allem endlose Kriege im Herzen Europas viele Städte grundlegend veränderten, konnte sich Murten solchen Veränderungen immer wieder entgegen stellen – noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, als Stadtplanung zu Gunsten des Automobils und des öffentlichen Verkehrs den Abriss einiger bedeutender alter Bauwerke nach sich gezogen hätte. Und wenn ich schon beim Thema „Automobil“ bin, dann sei angemerkt, dass wir diesbezüglich an jenem Tag unseres Besuches in Murten wohl schlichtweg Glück hatten: Kein einziges Parkfeld in der Altstadt war aufgrund eines Grossanlasses belegt und so hatten wir freie und ungetrübte Sicht auf diesen so schönen alten Stadtkern.
Murten lebt offensichtlich vom Gastgewerbe. Vor allem in der Hauptgasse finden sich zahlreiche Restaurationen. Ich empfehle Ihnen, die Preise zu vergleichen, einige Etablissements erscheinen mehr als Touristenfalle, denn als seriöses Restaurant. „Typische“ Verkaufsläden für den täglichen Bedarf findet man hier so gut wie gar keine, dafür umso mehr Läden, die irgendwelchen Tinnef anbieten. Immerhin gibt es hier seit vielen Jahren immer noch die Bäckerei und Konditorei „Aebersold“, ein Traditionsunternehmen, welches immer noch Bestandteil des „Grand Tour Snack Box“ Programms ist, so wie auch Murten selbst immer noch unverzichtbarer Punkt auf der „Grand Tour of Switzerland“ ist. Wer in Besitz einer solchen Box ist, kann sie sich hier für 20 Franken mit ein paar regionalen Spezialitäten auffüllen lassen (nicht absolviert, da Box nicht mitgenommen). Wenn Sie die Altstadt erkundet haben, kann sich für Sie noch der Ausflug zum Denkmal an die Murten-Schlacht lohnen. Knappe 30 Minuten entspannten Fussweges von Murten entfernt steht das Denkmal an die Schlacht, leicht windschief, wie ich anmerken möchte. Obwohl Murten und jenes Denkmal sicherlich touristisch wichtige Ziele sind, so scheint hier weniger los zu sein, als man das von anderen Orten der Innerschweiz her kennt (aber das ist nur eine Vermutung!). Riesige Car-Parkplätze und Zeilen in Chinesisch findet man hier jedenfalls – noch – nicht. Grund genug, Murten mal einen Besuch abzustatten.
