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Wenn Sie in dieser Region des Kantons Graubünden unterwegs sein sollten, so empfehle ich Ihnen, der Roffla-Schlucht (neue Schreibweise: Rofla-Schlucht) einen Besuch abzustatten, es lohnt sich! Wie schon bei der Via mala hat der Hinterrhein auch hier sich seinen Weg durch das Gestein gebahnt und jene wild-romantische Roffla-Schlucht geformt. Es ist der Arbeit von Christian Pitschen-Melchior zu verdanken, dass diese Schlucht seit 1914 begehbar ist. Seine Arbeit ist ein typisches Beispiel für die Lebensbedingungen vieler Schweizer zur Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit Ausbau des Splügen– und des San-Bernadino-Passes zwischen 1818 und 1823, sowie dem Bau der Gotthard-Eisenbahnlinie 1882 verlor die Transportroute, die hier vorher genutzt wurde, sehr schnell an Bedeutung. Das Gasthaus, welches als Unterkunft für Reisende und Transporteuere diente und von jenem Christian Pitschen-Melchior geleitet wurde, musste grosse Einbussen hin nehmen. Wie so viele andere Schweizer beschloss in Folge dieses wirtschaftlichen Niederganges auch die Betreiber-Familie Pitschen-Melchior in die Vereinigten Staaten von Amerika auszuwandern, die Kosten für jene Migration übernahm seinerzeit die Gemeinde, in welcher das Gasthaus bis zum heutigen Tage steht.
In den Vereinigten Staaten gelangte Christian Pitschen-Melchior auch an die Niagara-Fälle. Schnell erfasste er das touristische Potential eines solchen Naturwunders und beschloss, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seine Heimat und dem alten Gasthaus zurück zu kehren, in dessen Nähe der Hinterrhein eben jene Roffla-Schlucht in den Felsen geschnitten hatte. Mit dem Ziel vor Augen, die Roffla-Schlucht begehbar zu machen und mit Touristen Geld zu verdienen, begann er 1907 den Weg in den Fels zu treiben, der bis heute zu dem Wasserfall, unter dem man hindurch gehen kann, führt. Der leicht – nun ja, nennen wir es mal – modifizierten Überlieferung nach benutzte er dazu lediglich einen Handbohrer. Er allein. So könnte man es zumindest verstehen, wenn man einigen Informationsquellen vor Ort unhinterfragt Glauben schenken will. Tatsächlich halfen ihm von 1907 bis 1914 aber auch seine Kinder und seine Frau bei den Arbeiten und selbstverständlich kam nicht nur ein einziger Handbohrer zum Einsatz, sondern noch viel mehr andere Werkzeuge, um die mehr als 10.000 Sprenglöcher in den Fels zu treiben und aus dem Gestein den Weg heraus zu formen, den man heute begehen kann.
Mit dem Bau des Zuganges zur Roffla-Schlucht sicherte Pitschen-Melchior den Fortbestand des Gasthauses. Bis zum heutigen Tage befindet sich das Gasthaus und der Zugang zur Schlucht mit seinem Wasserfall in Privatbesitz der Nachkommen der Pitschen-Melchiors und wird in mittlerweile sechster Generation bewirtschaftet, dementsprechend kommt die Aufbereitung des touristischen Gesamtpaketes „Roffla-Schlucht“ in vielerlei Hinsicht anders daher, als man das von vergleichbaren Tourismus-Magneten in der Schweiz kennt. So sollte beispielsweise die zugehörige Web-Seite mal an neue Standards angepasst werden. Fast schon antiquiert wirkt der Umstand, dass der Zugang zur Schlucht mit Bargeld beglichen werden muss, Kartenzahlung ist nicht möglich. Immerhin kann sowohl mit Schweizer Franken, als auch mit Euro zum Kurs 1:1 bezahlt werden. Alles das ändert nichts an der offensichtlichen Tatsache, dass das Gasthaus und die Roffla-Schlucht selbst ein beliebtes Ziel sind. Für Motorrad-Fahrer steht sogar eine kleine Werkstatt zur Verfügung, natürlich kann hier gutbürgerlich geschmaust und auch genächtigt werden. Das Konstrukt „Roffla-Schlucht“ unterscheidet sich somit erfrischend von dem in der Schweiz vielerorts üblichen Ding mit Namen „Tourismus“. Natürlich muss man nicht mit dem eigenen Fahrzeug anreisen (welches man auf einem sehr grosszügigen Parkplatz abstellen kann), verschiedene Postbus-Linien steuern das Gasthaus direkt an. In der Schlucht selbst ist es angenehm kühl, auch an sehr heissen Tagen, es tropft aber viel Wasser von den Felsüberhängen. Nehmen Sie sich also entsprechend schützende Kleidung mit.
