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Schalensteine Arsiert: GPX | PDF
Länge: 2,07 Kilometer
Höhenunterschied: 22 Meter
(?)
Eigentlich halten wir uns für sehr erfahrene ÖV-Nutzer und trotzdem haben wir es bei unserem Kurzbesuch im Kanton Graubünden einmal so richtig „vergeigt“ – was letztlich ein klein wenig an der leicht irreführenden Beschilderung der Postbus-Haltestelle „Roflaschlucht“ lag, letztlich aber auch in unserem mangelhaften Abstraktionsvermögen örtlicher Gegebenheiten begründet war. Ursprünglich wollten wir nach unserem Besuch der Roffla-Schlucht uns ein klein wenig in Thusis umschauen und warteten entsprechend auf den Bus. Dann kam auch einer, nur begriffen wir nicht, dass es „unser“ Bus war, dessen Rücklichtern wir noch eine kurze Zeit nachschauten, seine Fahrtrichtung entsprach nicht dem Weg, den wir im Kopf hatten. Wie verbringt man nun zwei Stunden Wartezeit, bevor der nächste kommen würde? Alternative Nummer 1 hätte darin bestanden, die Zeit im Gasthaus der Roffla-Schlucht irgendwie totzuschlagen. Vollkommen spontan entschieden wir uns für Variante 2: Einen Teil des Weges zu Fuss zumindest in grober Richtung „Thusis“ bis zur nächsten Postbus-Haltestelle zu laufen und damit die Zeit zu überbrücken. Das ist das schöne und faszinierende an der Schweiz: Man hat an sehr vielen Orten unglaublich viele Alternativen und Ausweichsmöglichkeiten in Form von zahllosen Wanderwegen zur Verfügung. Also stiefelten wir vollkommen kurzentschlossen einen Weg, der uns nach Bärenburg, wahlweise nach Andeer zur nächsten Haltestelle führen würde. Schalensteine Arsiert – warum habe ich diesen Beitrag so betitelt?
Schalensteine, von denen es einige in der Schweiz gibt, hatten wir bereits 2021 bei unserem Besuch in Verdabbio in Augenschein nehmen dürfen. Mir war bekannt, dass es irgendwo in der Region um die Roffla-Schlucht und der Viamala-Schlucht ein paar gibt, wo genau sich diese aber befinden würden, war mir nicht bekannt. Umso überraschter waren wir, auf jenem für unsere Verhältnisse recht kurzen, aber dennoch fordernden spontan gewählten Wanderweg auf die Schalensteine Arsiert zu stossen. An dieser Stelle ein Hinweis: Da in dieser Gegend sehr viele recht grosse Gesteinsbrocken herum liegen, kann man diese recht speziellen Steine leicht übersehen. In der Karte oben ist der Lagepunkt durch den Wandersymbol-Marker angedeutet, vor Ort steht ein entsprechender Wandertafel-Pfosten. Wenn Sie diesen betrachten, müssen Sie sich nur noch um 180 Grad herum drehen, dann stehen Sie direkt vor dem grössten seiner Art. Die Schalensteine Arsiert sind vermutlich in dem Zeitraum von 8000 bis 4500 vor Christus entstanden, aber sowohl genauer Entstehungszeitpunkt, als auch Funktion der jeweiligen Steine können nicht festgelegt werden. Die Schalensteine Arsiert weisen nicht nur jene Schalen-artigen Vertiefungen auf, sondern auch einige Linien. Die Anordnung von Vertiefungen und Linien lässt nach einiger vorab getätigter Forschung eine kalendarische Funktion am plausibelsten erscheinen, aber auch das ist nicht vollends abgesichert. Auf den wichtigsten Punkt reduziert sind die Schalensteine Arsiert aber sicherlich ein Beleg dafür, dass diese Region bereits in der Mittelsteinzeit über längere Zeit hinweg besiedelt war.
Der Weg Schalensteine Arsiert an sich ist nicht durchgängig schön im klassischen Sinne. Ein Teil der Strecke führt entlang einer stark befahrenen Strasse, das Laufkraftwerk Bärenburg, welches hier den Hinterrhein zu einem kleinen See mit jener eigenartigen Farbe aufstaut, ist auch nicht gerade ein Inbegriff für unbedingt sehenswerte Industrie-Architektur, dafür ist die kurze Passage zwischen Kraftwerk und Bärenburg als Zielpunkt dieser Wanderung umso schöner. Die Länge des Weges macht ihn auch für Menschen mit geringerer Ausdauer machbar, allerdings ist Trittsicherheit und gutes Schuhwerk einmal mehr dringend empfohlen. Die Schalensteine Arsiert (kleine Anmerkung am Rande: Was der Begriff „Arsiert“ beschreibt, entzieht sich trotz einiger Recherche meiner Kenntnis) eignen sich somit auch als Ziel für einen Kurzausflug, bei Bedarf lässt sich dieser Weg auch gut in anschliessende längere Wanderungen in dieser Region integrieren.
