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- Wasserturm Bruderholz

Ein Ort, den man meines Erachtens bei einem Besuch der Stadt Basel bei gutem Wetter doch aufsuchen sollte, ist der Wasserturm im Bruderholz-Quartier am südlichen Stadtrand, unweit der Grenze zum Kanton Basel Landschaft gelegen. Von hier oben hat man eine der schönsten Aussichten auf die Stadt und die weitere Umgebung und zu gewissen Tages- und Jahreszeiten auch etwas Ruhe und Abstand zu dem Treiben in der Innenstadt. Mit den Tram-Linien 15 und 16 der Basler Verkehrsbetriebe BVB lässt sich der Wasserturm innerhalb weniger Minuten ab dem Bahnhof SBB unkompliziert und schnell erreichen, die (End-)Haltestelle mit Namen „Bruderholz“ ist Ausgangspunkt für einen kurzen Fussweg zu diesem 1926 erbauten Wasserspeicher, der noch heute in Betrieb ist und von den IWB unterhalten wird. Für gerade einmal einen einzigen Schweizer Franken pro Person, bezahlbar in Bar oder per TWINT (einem populären Schweizer Handy-Bezahlsystem) an dem dafür installierten Automaten, kann man das gesamte Jahr hindurch von 8 bis 17 Uhr jene Aussicht auf 367 Metern über dem Meeresspiegel geniessen.
Über den Turm selbst gibt es nicht sonderlich viel zu berichten, er stellt weder ein architekturhistorisches besonders erwähnenswertes, noch ein technisches Meisterwerk dar. Entstanden aus der Notwendigkeit, die Bevölkerung des Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zunehmend wachsenden Bruderholz-Quartiers dauerhaft mit Trinkwasser versorgen zu können, bildet er aber eine unübersehbare Markierung im Ortsbild. Hier oben feiert nicht umsonst der Kanton Basel Stadt offiziell den Nationalfeiertag der Schweiz, den ersten August, von hier aus lassen sich auch verschieden lange Spaziergänge und Wanderungen ins Umland von Basel Stadt starten. Im Bruderholz-Quartier geht es gemächlich zu, abgesehen von einigen wirklich schönen Villen mit Gartengrundstücken gibt es sonst nicht viel zu sehen, dafür liegt das, was sonst noch von einiger Bedeutung ist, in unmittelbarer Nähe zum Wasserturm und ist nach wenigen Schritten gut erreichbar: Die Nachbildung eines Dinosauriers und die Batterie. Die lebensgrosse Nachbildung eines Diplodocus, einem ausschliesslich Pflanzen fressenden Dinosauriers, steht nicht umsonst hier. Einst bildete der Grund und Boden dessen, was heute als das Bruderholz-Quartier bekannt ist, den Uferbereich des Urmeeres. Man vermutet, dass dieser Saurier sich hauptsächlich von dem Laubwerk von Bäumen, wahrscheinlich aber auch von anderen Pflanzen ernährt hat, die im Uferbereich des Urmeeres vor 156 bis 147 Millionen Jahren hier wuchsen. Mich persönlich beeindrucken solche Darstellungen irgendwie immer sehr und tatsächlich wirkt jene Nachbildung recht imposant, fügt sich aber dennoch gut in das Ortsbild ein.
Das, was immer noch als „Batterie“ bezeichnet wird, sind die immer noch deutlich sichtbaren Hinterlassenschaften einer Verteidigungsanlage, die 1815 zum Schutz Basels und der Eidgenossenschaft vor Napoleon und den verbündeten Truppen Russlands, Österreichs und Preussens errichtet wurde. Hier findet sich auch ein Denkmal an diejenigen, die in den beiden Weltkriegen im Dienst für die Schweiz ihr Leben verloren. Denkmäler vergleichbarer Art findet man im Umland von Basel Stadt und in den Kantonen Basel Landschaft und Jura einige, vollends schadlos hat die Eidgenossenschaft jene verheerenden Kriege nun einmal nicht überstanden, hingegen sind die Gründe für das Sterben jener Soldaten nur schwer bis gar nicht ergründbar. Auf vergleichsweise winziger Fläche lässt sich am Fuss des Wasserturms auf dem Bruderholz ein sehr weit reichender und tiefer Einblick in die Geschichte Europas und der Schweiz, aber auch in die der erdgeschichtlichen Entwicklung gewinnen, allein schon aus diesem Grunde sollte man hier ein klein wenig herum streunen, wenn man dieser schönen Stadt am Rhein einen Besuch abstattet. Apropos „sterben“: 1943 stürzte sich die Schriftstellerin Lore Berger von dem Wasserturm auf dem Bruderholz in den Tod. Ich habe mir zumindest vorgenommen, irgendwann einmal ihren Roman „Der barmherzige Hügel“ zu lesen, der mit jenem Wasserturm und dem Bruderholz-Hügel eng verbinden ist, aber ja, ich habe mir noch so viele andere Dinge vorgenommen… Am oder im Wasserturm aber ist keinerlei Hinweis auf jene Schriftstellerin, ihren Freitod oder ihren Roman zu finden. Allein schon aus diesem Grunde möchte ich diesen Roman in gedruckter Form (und nicht digital!) lesen. Ich bin irgendwie altmodisch.
