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Es fällt dem Betrachter schwer zu glauben, dass von 1945 bis 1991 – also ganze 46 Jahre – an der Stelle, wo das Tančící dům (übersetzt: Tanzendes Haus) heute steht, eine Brache war, eine leere Fläche im Stadtbild, aber so war das in vielen Städten Europas wie zum Beispiel Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Das im dekonstruktivistischen Stil erbaute Haus passt so gar nicht in das umgebende Stadtbild und trotzdem stört es – unserer Meinung nach – eben jenes Bild nicht in geringster Weise und ist allemal einen Besuch Wert (im Gegensatz zu so manch einer anderen Empfehlung touristischer Natur). Von der kleinen Dachterrasse aus hat man einmal mehr eine besondere Aussicht auf Praha und es lohnt sich entsprechend, den kleinen Eintrittspreis zu dieser Terrasse zu bezahlen. Haben Sie dabei im Hinterkopf, dass diese Terrasse und das angeschlossene Mini-Restaurant beliebt und entsprechend frequentiert sind, es also auch durchaus eng werden kann da oben.
Entstanden sind die grundlegenden Ideen zum Tančící dům zu Lebzeiten des damaligen Präsidenten der Tschechischen Republik Václav Havel, der lange Zeit in der Nähe der Freifläche wohnte. In Zusammenarbeit der beiden Architekten Vlado Milunić und Frank Gehry wurde das Tančící dům 1996 fertig gestellt. Gemäss der Vorstellung jener beiden Architekten verkörpert das Tančící dům den Konflikt zwischen einem totalitären, statisch vertikalem und einem dynamischen, im gesellschaftlichen Umbruch befindlichem Konzept. Der tschechische Volksmund hat diesbezüglich seinen eigenen Weg gefunden und einen dann doch besser beschreibenden Spitznamen für jenes Bauwerk gefunden: „Ginger und Fred“, angelehnt an Ginger Rogers und Fred Astaire, die man in einigen alten Filmen für ihre grosse Tanzkunst bewundern kann. Wie so oft gab ein Bauwerk dieser Art viel zu reden, für die einen war es zum Zeitpunkt seiner Entstehung ein architektonisches Meisterwerk, für die anderen Sinnbild für die Zerstörung des ansonsten homogenen Erscheinungsbildes der Stadt an der Moldau.
Wenn Sie Praha einen Besuch abstatten sollten, so empfehlen wir Ihnen ausdrücklich den Besuch des Tančící dům! Sollten Sie bei einem solchen Besuch Bedarf an der Nutzung der „Keramikabteilung“ (wie ich das zu nennen pflege), also dem WC haben, so gewöhnen Sie sich daran, dass jenes vollends dem Stil des umgebenden Gebäudes folgt. Mit anderen Worten: Die Handhabung der Armaturen erschliesst sich nicht unbedingt auf den ersten Blick, aber auch diese ungewöhnlichen Konstrukte machen das, was sie sollen, wenn man ein klein wenig herum experimentiert. Wundern Sie sich auch nicht, dass Teile des Personals hier oben reinstes Hochdeutsch sprechen. Ganz offensichtlich ist die Dachterrasse bei einer ganz bestimmten Klientel aus dem Nachbarland Deutschland sehr beliebt…
