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- Praha & Tschechien – Hinweise
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Nachfolgend ein paar Hinweise und Ratschläge, sollten Sie Praha und / oder dem Umland einen Besuch abstatten. Auch wenn wir keinerlei negative Erfahrungen gemacht haben, so haben wir ein paar Dinge erlebt und beobachtet von denen wir meinen, dass es nicht schaden kann, ein paar Worte darüber zu verlieren und Ihnen somit ein klein wenig Unterstützung leisten zu können, sollten Sie beabsichtigen, Ihren nächsten Urlaub hier zu verbringen.
„Tschechien“. Nicht „Tschechei“!
Auch wenn im Stadtbild von Praha zahlreiche Hinweise auf die teilweise deutsch geprägte Geschichte dieses Landes zu sehen sind: Deutsch ist nicht populär, geschweige denn „en vogue“ (wird es als eine der am schwierigsten zu erlernenden Sprachen der Welt ohnehin nie werden). Dass sich das so mit der deutschen Sprache verhält, dürfte unter anderem daran liegen, wie die Nationalsozialisten von 1939 bis 1945 mit den Tschechen umgesprungen sind und die Folgen dieser Besatzung bis zum heutigen Tage nachwirken. Aus ähnlichen Gründen dürfte auch Russisch nicht sonderlich beliebt sein, gehört habe zumindest ich diese Sprache nicht. In diesem Zusammenhang sei mit Nachdruck darauf hin gewiesen, dass der Begriff „Tschechei“ ein Konstrukt eben jener Nationalsozialisten ist und es daher tunlichst unterlassen werden sollte, dieses Land mit jenem Begriff zu bezeichnen. Denken Sie daran: Nur weil Deutsch kaum als Kommunikationssprache verwendet wird bedeutet das nicht, dass es nicht auch nicht verstanden wird, wenn Deutsch gesprochen wird! Zwei Mal wurden wir gefragt, woher wir kommen würden. Mich mag mein Eindruck täuschen aber ich hatte das Gefühl, dass „Schweiz“ als Herkunftsland unproblematischer ist, als „Deutschland“…
Alkohol, Tabak & Mini Markets
Der Genuss von Alkohol an öffentlichen Orten ist untersagt und wird im Falle einer Zuwiderhandlung mit bis zu 400 Euro gebüsst. Aus diesem Grunde wird vor vielen entsprechenden Etablissements auch darauf hin gewiesen, dass der Genuss von Alkohol vor dem jeweiligen Etablissement nicht gestattet ist. Natürlich haben wir Abweichungen von jener Regelung gesehen, offensichtlich wird diese Einschränkung nicht entsprechend kontrolliert. Sie sind gewarnt. Wie sich das mit dem Aussenbereich eines Restaurants verhält, entzieht sich meiner Kenntnis. Schauen Sie also entsprechend in Eigenverantwortung selbst, ob ein entsprechender Hinweis vorhanden ist oder nicht. Rauchen ist an zahlreichen Orten strikt untersagt, das gilt auch für den kompletten (!) Flughafen von Praha! In der „normalen“ Öffentlichkeit von zum Beispiel „Einkaufsstrasse“, „Grünanlage“ oder dergleichen habe ich keine entsprechenden Hinweise gesehen, jedoch schien ausser uns niemand was auch immer zu rauchen, zumindest erschien es mir so. Alkohol und Tabakwaren kann man bis weit nach den offiziellen Ladenschlusszeiten in den zahlreichen „Mini Market“ Läden kaufen, aber Sie erhalten hier auch zahlreiche andere Dinge, wodurch sich diese Läden einer gewissen Beliebtheit bei Touristen erfreuen. Vergleichen Sie aber die Preise! Diese können zum Teil stark schwanken und sind oftmals höher, als im normalen Handel.
Touristenfallen
Bereits am Flughafen wird darauf hingewiesen, dass „Taxi Fahrer“ (also Personen, die sich als solche ausgeben) zum Teil vollkommen überrissene Preise für höchst fragwürdige Dienste verlangen. Oftmals sind auch Taxi-Dienste, die irgendwie an Hotels „angeschlossen“ sind, alles andere als preiswert, geschweige denn günstig. Eine offizielle Taxi-Innung, wie man das aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und anderen Ländern Europas kennt, scheint es hier nicht zu geben (aber ich kann mich da auch irren). Nutzen Sie für die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt „Uber„, eine App für das Smartphone, die unseres Erachtens eine sichere Variante des Transportes bietet, auch von der Innenstadt zurück zum Flughafen. Das Preisniveau ist mit dem in der Schweiz vergleichbar. Für Unternehmungen in der Stadt selbst empfehlen wir mit Nachdruck die Nutzung des ÖV-Netzes von pid, günstiger und zuverlässiger geht es nicht. Es lauern aber noch andere Fallen. Praha ist sehr beliebt, entsprechend treiben sich dieser Tage sehr viele Touristen hier herum und diese ziehen wiederum fragwürdige Existenzen an. Haben Sie an touristischen Magnetpunkten die eigenen Habseligkeiten im Auge! Aber wo wir schon bei dem Punkt „Magnet“ angelangt sind: Es gibt ein paar Orte, die Sie getrost ignorieren können. Zum Beispiel können Sie „die engste Gasse von Prag“ allemal links liegen lassen. Das ist keine normale Gasse, kein Weg, den man jederzeit begehen kann, sondern der Notausgang von einem Restaurant! Und die dort installierte Ampel hat nichts mit dem Fluss der Menschen zu tun, sondern dient – angeblich – nur der Feuerwehr im Brandfall. Ähnlich verhält es sich mit der „Lennon Wall„. Vom ursprünglichen Kunstwerk ist nichts mehr zu sehen und das liegt nicht allein an den Menschenmassen, die davor in affigen Posen herum hampeln! Verschwenden Sie keine wertvolle Zeit mit dem Besuch der Überreste des zerstörten Kunstwerks. Andere Kunstwerke, wie zum Beispiel den „Kafka-Kopf“, sollten Sie sich anschauen, aber wie bereits angemerkt: Mit der notwendigen Um- und Vorsicht. In der Nähe von Tourismusmagneten gibt es viele „Trittbrettfahrer“. In Verkaufsbuden und Läden wird alles angeboten, was mehr oder minder Bezug zum Magneten an sich hat. Haben Sie aber dabei im Hinterkopf, dass bei jenen „Trittbrettläden“ zahlreiche Produkte nicht aus Tschechien stammen und obendrauf auch noch vollkommen überteuert sind. Das gilt auch – und insbesondere – für Produkte aus Glas, die als „Kristallglas aus Böhmen“ deklariert sind! Solche perfiden Tourismusfallen finden sich auch in der Nähe des jüdischen Viertels! Was dort in kleinen „Art Shops“ und Verkaufsbuden angeboten wird, hat absolut nichts mit dem Viertel an sich zu tun, das hat seinen eigenen – offiziellen (!) – Shop.
Essen & Trinken
Auch in Praha bestätigt sich einmal mehr ein alter Erfahrungswert: In Seiten- und Nebenstrassen bekommt man oft gleiche Menüs zu einem deutlich geringeren Preis und nicht gerade selten auch in einer besseren Qualität, als das in der Nähe von Tourismusmagneten der Fall ist. Im Falle von Praha kann man sehr oft den Spruch „The Best Gulasch in Town“ lesen. Unser Rat: Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl und folgen Sie nicht allein ihrem Hungergefühl (ist sowieso oftmals der schlechteste Ratgeber!). In Praha bekommt man alles, was dem eigenen Magen und Gemüt gut tut, wie sich das für eine aufstrebende Stadt gehört auch in Form von jenen „Street Food Markets“, die vor allem bei der jüngeren Generation sehr beliebt sind. Viel kann man in dieser Stadt in Bezug auf den eigenen Hunger nicht falsch machen, dazu ist der Konkurrenzdruck aufgrund der grossen Touristenmassen viel zu hoch – aber auch das wird sich eines Tages wieder ändern. Aber in Praha gibt es auch Etablissements, vor deren Tür „Anwerber“ stehen, Menschen, die einen in jenes Etablissement hinein ziehen wollen. Machen Sie um solche Dinger einen grossen Bogen! Unbedingt versuchen sollten Sie in Praha die „Trdlo“ („Baumstrietzel“), ein besonderes Gebäck, welches in unzähligen Varianten angeboten wird! Mir wäre sowas viel zu süss, meine bessere Hälfte ist regelrecht dahin geschmolzen…
(Trink-) Geld & Eintrittspreise
(Noch) ist die Tschechische Republik Bestandteil der Europäischen Union, aber den Euro gibt es hier nicht, hier wird noch umgerechnet. An verschiedenen Karten-Terminals äussert sich das in einer möglichen Auswahl eines Umrechnungskurses. Tippen Sie also auf das Feld, was mehr „Vorteile“ zusichert. Zuweilen kann man Trinkgeld geben, auch das ist letztlich Ihre Entscheidung. In diesem Land ist das Trinkgeld nicht wie in der Schweiz bereits im Endpreis enthalten, seien Sie – vorausgesetzt, Sie sind mit was auch immer zufrieden – bei der Wahl von fünf, zehn oder fünfzehn Prozent realistisch, aber auch wohlwollend, es wird Ihnen in der Regel gedankt. Wenn es um touristisch interessante Ziele geht, so haben Sie als Frühaufsteher bei denen, die offiziell durch die Stadt Prag irgendwie „gemänätscht“ werden, einen klaren Vorteil: Oftmals ist die erste Stunde der regulären Öffnungszeiten um 50 Prozent im Preis reduziert. Das gilt zum Beispiel für die Türme der Karlsbrücke oder den kleinen Eiffel-Turm. Der frühe Vogel fängt den Wurm und muss sich nicht mit Touristenmassen herum schlagen.
Prag bei Nacht
Für neugierige Streuner wie unsereins ist Praha bei Nacht ein wahres Eldorado an Eindrücken! Abgesehen von der Tatsache, dass sich zu vorgerückter Stunde kaum noch Touristen an den „Hot Spots“ dieser Stadt herum treiben, bieten die engen Gassen und Strassen von Prag Motive, die ihresgleichen in Europa suchen. Daher unser Rat: Nutzen Sie die Zeit und streunen Sie so wie wir in dieser Stadt zu später Stunde herum, Sie werden es nicht bereuen!
