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Auch der Cernil gehört zu den Pässen im Kanton Neuenburg / Neuchâtel, die man sich nicht entgehen lassen sollte – auch wenn er alles andere als anspruchsvoll ist und somit jedem motorisierten Zweiradfahrer empfohlen werden kann, sowohl in Bezug auf Maschinentyp, als auch eigenem Fahrkönnen. Der Cernil, der die Ortschaften Les Verrières und La Brévine verbindet, auf 1174 Meter über den Meeresspiegel klettert, 13,9 Kilometer lang ist und eine Höhendifferenz von 232 Metern überwindet, ist ein kleiner Schatz – weniger in Bezug auf seinen Fahrspass, als vielmehr in Bezug auf das, was am Wegesrand zu entdecken ist. Bereits kurz nach La Brévine fährt man am Lac des Taillères vorbei, ein kleiner, aber sehr feiner See, der zum Verweilen einlädt. Die Region hier wird auch als das „Sibirien der Schweiz“ benannt, wird es in den Wintermonaten hier oben nahezu ausnahmslos immer sehr kalt, Temperaturen um die Minus 40 Grad Celsius sind hier keine Seltenheit. Im Winter den Cernil befahren zu wollen ist also sicherlich keine zu Ende gedachte Idee…
In der Saison aber ist der Cernil eine schöne Angelegenheit, der sich gut in eine Tour mit anderen Pässen in der Nähe verbinden lässt und so einen guten Eindruck von der Region vermittelt. Ganz offensichtlich ist der Cernil nicht nur bei Schweizer Töff-Fahrern recht beliebt, sondern auch bei Kollegen aus dem nahe gelegenen Frankreich, die einen Abstecher in die Confoederatio Helvetica machen. Haben Sie im Hinterkopf, dass Tankstellen in dieser Region eher dünn gestreut sind, um die Bedürfnisse des eigenen Magens zu decken, muss man sich aber rund um den Cernil kaum Sorgen machen, zahlreiche Restaurationen haben den „Wert“ besuchender Zweiradfahrer erkannt und sich entsprechend ausgerichtet. Sicherlich sind die Preise mit denen in Frankreich nicht vergleichbar, aber gemessen an sonst üblichem Schweizer Niveau kann sich hier auch das eigene Portemonnaie entspannt zurück lehnen.
