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- Lucelle – La Fille de Mai – Lucelle
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- Lac de Pérolles
- Seyon-Schlucht
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Länge: 8,59 Kilometer
Höhenunterschied: 132 Meter
(?)
Lassen Sie sich nicht von der Angabe zum Höhenunterschied (132 Meter) täuschen, diese Angabe bezeichnet lediglich die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt über dem Meeresspiegel auf dieser Wanderung – nicht aber die zu absolvierenden Höhenmeter! Auf dieser schönen Wanderung um den Lac de Pérolles (Pérolles-See, früher auch als Pigritzsee bekannt) absolviert man mehr als 300 von denen, es geht zünftig bergauf und bergab und das mehrfach auf der Strecke. In diesem Punkt ist diese Wanderung durchaus fordernd, fällt aber dennoch nicht in die Kategorie „Anspruchsvoll“, schliesslich sind die allermeisten Passagen gut begehbar. Griffiges Schuhwerk ist dennoch empfohlen. Auch wenn längere Abschnitte durch schöne und kühlende Mischwaldpassagen verlaufen, so kann es hier und dort vor allem im Sommer recht heiss werden, denken Sie also auch an vernünftige Kleidung und vor allem Flüssigkeit! Sie werden für die Mühen mit vielen schönen Eindrücken belohnt, Vogel-Freunde können vor allem in der Zug-Zeit einige seltene Flugkünstler entdecken (zum Zeitpunkt unseres Besuches war ein vergleichsweise „üblicher“ Wanderfalke das Maximum an Exotik, aber man kann hier auch den Eisvogel, den Grauspecht, den Waldkauz und andere seltene Vögel entdecken, je nach Saison).
Zum dritten Mal in vergleichsweise kurzer Zeit verschlug es uns in die Nähe von Fribourg (Freiburg), Hauptstadt des gleichnamigen Kantons. Irgendwie mögen wir diese Ecke sehr und so lag es nahe, nachdem wir der Stadt und den nahe gelegenen Gorges du Gottéron zuvor schon einen Besuch abgestattet hatten, auch auf dieses Kleinod ein Auge zu werfen. Der Lac de Pérolles ist im Grunde genommen ein lang gezogener Stausee. 1872 wurde durch den Bau der ältesten betonierten Staumauer Europas das Aufstauen der „Sarine“ („Saane“) eingeleitet. Aus dem ausgesprochen wilden Lauf dieses Flusses, der durch sein Wirken die markanten hohen Sandstein-Felswände am Fuss der Stadt hinterliess, wurde ein ruhiges Gewässer. Wie sich das mit Stauseen so verhält: Ursprünglich sollte die Stadt Fribourg und ihre Umgebung vor allem mit Trinkwasser, aber auch Energie aus jener Stauanlage versorgt werden. „Rund“ lief das aber anfänglich nicht so recht, es sollte noch ein paar weitere Jahre dauern, bis die Industrialisierung jener Region endlich Schwung aufnahm, die Qualität des Trinkwassers sollte noch länger Anlass zu Kritik geben. Da sich der Fluss der Sarine durch weichen Sandstein schneidet, lagert sich bis zum heutigen Tage viel Sedimentgestein im Bereich der alten Staumauer ab, wodurch wiederum weite Teile des Stausees nach und nach verlanden. Aus den breiten Schilfgürteln, die derzeit noch von vielen einheimischen, wie auch zeitweise von Zugvogelarten geschätzt werden, wird Land.
Der Lac de Pérolles ist ein Naturschutzgebiet von besonderer Bedeutung, entsprechend rücksichtsvoll sollten Sie sich verhalten. Baden, Angeln und die üblichen anderen Tätigkeiten, die Mensch so gern in Wassernähe ausübt, sind somit strikt untersagt. Erkundigen Sie sich vor Antritt dieser Wanderung, ob die Sarine Hochwasser führt. In diesem Falle kann es vorkommen, dass die Staumauer gesperrt ist und Sie somit keinen vollständigen Rundgang absolvieren können. Die Wanderung beginnt an der Haltestelle „Eglise St. Jean“ der Buslinie 4 des ÖV-Unternehmens „TPF„. Vom Bahnhof von Fribourg sind das vier Stationen. Von da an geht es zu Fuss weiter und bereits jetzt werden Sie sehen, was Sie erwartet: Es geht aus den Niederungen des Sarine-Tales straff bergauf auf die Kanten der Sandsteinwände. Man sollte ein klein wenig Ausdauer mitbringen, machen Sie kleine Pausen, wenn nötig. Offiziell werden 2 1/2 Stunden für den kompletten Rundweg veranschlagt, 3 1/2 bis 4 sind aber realistischer. Hier und dort finden sich Sitzbänke, aber insgesamt sind diese eher spärlich gestreut. Achtung: Ungefähr an der Stelle, an welcher oben in der Karte der Marker platziert ist, sieht der Wegweiser ein wenig anders aus, als sonst üblich. Neben der Aufschrift „Lac de Perolles* ist noch ein Sackgassensymbol platziert (wie in einem der nachfolgenden Fotos ersichtlich). Wenn Sie diesen Abstecher machen wollen (nicht in der gleichen Karte oben hinterlegt), dann gelangen Sie in den breiten Schilfgürtel. Allerdings müssen Sie für diesen Weg ein paar weitere recht fordernde Höhenmeter absolvieren – hin und zurück! Unter der Woche ist hier nicht viel los, an Wochenenden dürfte das aber ganz anders aussehen. Kaum eine Stadt in der Schweiz dürfte über derart schöne Ausflugsziele in unmittelbarer Nähe verfügen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
