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1994 wurde auf dem Gipfel des Hohen Kastens ein Alpengarten angelegt, der an die 300 verschiedene Pflanzenarten, die auf dem Alpstein-Gebirge wachsen, beherrbergt. Der Garten, durch den die Kantonsgrenze zwischen Appenzell Innerrhoden und St. Gallen verläuft, wird von einem in Appenzell Innerrhoden gegründeten Verein gepflegt, dessen Mitglieder aber aus beiden Kantonen stammen. Von 2015 bis 2016 wurde ein Teil des Gartens neu gestaltet. Je nach Saison werden die sichtbaren Pflanzen entsprechend beschildert, demnach ändert sich auch das Erscheinungsbild dieses Gartens im Laufe eines jeden Jahres.
Ganz ehrlich: Nachdem wir bereits die Gelegenheit hatten, einige andere Ausführungen von Berggärten erleben zu dürfen, erschien uns dieser Garten im direkten Vergleich als – nun ja – irgendwie „reduziert“. Im Nachhinein betrachtet hätte es uns geärgert, wären wir nur für diesen Alpengarten auf den Hohen Kasten gekommen, denn entweder hätten wir dazu zu Fuss einen anstrengenden Auf- und Abstieg absolvieren müssen oder aber der gesalzene Preis für die Fahrt mit der Seilbahn hier herauf und retour (80 Franken für zwei erwachsene Personen) hätte das gebotene Gartenbild uns als „nicht adäquat“ erschienen lassen. Da wir aber in erster Linie mal wieder auf einen Berggipfel wollten, haben wir die Existenz jenes Gartens sozusagen in unsere Ausflugsplanung integriert und schlussendlich sind dabei einige sehr schöne Bilder heraus gekommen. Selbstverständlich finden sich ein paar mehr Informationen auch in dem von uns oft genutzten „Gartenführer Schweiz“ von Sarah Fasolin.
Die meisten Blumen und Gewächse in dem Alpengarten Hoher Kasten lassen sich „nur“ vom Wegesrand aus begutachten und ablichten, aber dennoch waren die meisten Gewächse für uns gut erreichbar. Man muss ein klein wenig suchen, nicht alle Bereiche des Gartens sind auch als solche umgehend erkennbar, dafür kann man viele den Kalkstein liebende Gewächse auch an Steil- und Schrägwänden in schöner Art und Weise betrachten und ablichten. Am Tage unseres Besuches war es nahezu windstill dort oben (was eher selten der Fall ist). Mit etwas Glück wehen an solchen Wetterlagen auch die feinen Düfte von so manch einem Alpenkraut durch die Luft und damit durch die eigene Nase.
