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- Hoher Kasten
- Alpengarten Hoher Kasten
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Eine Möglichkeit, an Tagen, in welchen ein Temperaturrekord nach dem anderen geknackt wird, sich ein wenig abzukühlen, ist der Besuch eines Berggipfels. Schon lange sind wir nicht in luftigen Höhen herum geturnt und so fiel unsere Wahl auf den Hohen Kasten, der zu nahezu gleichen Teilen in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und St. Gallen liegt (die Kantonsgrenze verläuft über den Berggipfel auf 1795 Metern über dem Meeresspiegel). Man befindet sich hier im Grenzgebiet zu Österreich und Liechtenstein, die Grenzlinie wird durch den Alpenrhein gebildet, der in dieser Region aus dem Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Tamins im Kanton Graubünden entsteht. Bei gutem Wetter kann man tief in das Gebiet dieser beiden Nachbarsnationen der Schweiz hinein sehen.
Unter der Woche scheint hier nicht allzu viel Volk unterwegs zu sein, somit hatten wir auch ein klein wenig Ruhe, an Wochenenden aber dürfte das anders aussehen. Die Stille, die man zuweilen auf Berggipfeln dieser Art geniessen kann, beeindruckt uns immer wieder. Um zum Gipfel des Hohen Kastens zu gelangen, haben wir die Seilbahn benutzt, der Auf- und / oder Abstieg zu Fuss wäre zwar auch denkbar gewesen, allerdings haben wir uns das aufgrund a) der hohen Temperaturen, b) der eigenen Verfassung und letztlich c) dem Anforderungsprofil der zahlreichen möglichen Wege nicht gegeben, abgesehen davon hätten wir für ein Vorhaben dieser Art deutlich früher anreisen müssen. Ausnahmslos alle Wege zum Hohen Kasten gehören zur Kategorie „anspruchsvoll“, fordern somit viel Kraft und Ausdauer, als auch Zeit…
Entsprechende Wetterlagen voraus gesetzt hat man vom Hohen Kasten aus eine sehr schöne Weitsicht in die Grenzregion zwischen den Nationen, die Hochalpen und natürlich dem nahe gelegenen Alpstein. Pflanzenfreunde finden auf dem Berggipfel auch den „Alpengarten Hoher Kasten„, der selbstverständlich auch in dem von uns hoch geschätzten „Gartenführer Schweiz“ von Sarah Fasolin erwähnt und in einem Beitrag von uns näher beschrieben wird. Bei Bedarf kann man je nach Saison sich gegen Entgelt durch jenen Garten führen lassen, ansonsten lassen sich die oftmals winzig kleinen Blumenwunderwerke auch kostenlos begutachten und ablichten. Apropos „Entgelt“: Die Seilbahnfahrt ist nicht gerade billig. Abonnemente wie GA oder Halbtax sind hier nicht gültig, eine Hin- und Zurückfahrt für zwei erwachsene Personen schlägt mit 80 Franken zu Buche. In ähnlichen Preiskategorien bewegen sich Gipfelrestaurant und -shop. Nebenbei angemerkt ist der Hohe Kasten (genauer: Der Ausblick auf den Alpstein) fester Bestandteil der Grand Tour of Switzerland, entsprechend ist hier oben auch der Fotorahmen platziert.
Die Anfahrt zum Hohen Kasten erfolgt über den Kanton Appenzell Innerrhoden, alles in allem ist dieser Berg gut mit dem ÖV erreichbar. Wer dennoch nicht auf das eigene Fahrzeug verzichten kann oder will, dem stehen in der Nähe der Talstation einige Parkplätze zur Verfügung (allerdings wird in letzter Zeit recht laut darüber nachgedacht, die Preise für das Parkieren markant zu erhöhen, zu gross war wohl in letzter Zeit der Ansturm auf die Sehenswürdigkeiten dieser Region). Und noch ein gut gemeinter Rat: Auch wenn in diesen Höhenlagen die Temperatur zumindest etwas geringer ist, als in den Niederungen dieses Landes, so brennt die Sonne hier oben noch erbarmungsloser herunter. Nehmen Sie sich eine starke Sonnencreme und auch eine gute Sonnenbrille mit!
