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Uferweg Klöntalersee: GPX | PDF
Länge: 7,52 Kilometer
Höhenunterschied: 11 Meter
(?)
Menschen, die sich via App, Smart Watch und dergleichen selber „optimieren“, werden auf dieser Wanderung wenig Freude haben, mit gerade einmal 11 Metern Höhenunterschied lässt sich keine „Stockwerksleistung“ festhalten. Dafür gestaltet sich der Uferweg Klöntalersee als sehr schöne und entspannte Angelegenheit für all diejenigen, die ein sehr raues Stück Schweizer Alpen mit Seeromantik erleben wollen. Ganz grundsätzlich: Die Wanderung bedarf keiner gesonderten Vorbereitung, gutes und griffiges Schuhwerk sollten Sie aber in Betracht ziehen, je nach Saison und Wetterlage auch passende Kleidung. In dieser Region der Schweiz kann das Wetter schnell umschlagen und dann wird es recht ungemütlich, ich habe das selbst verschiedene Male bei Ausfahrten mit meinem Motorrad erlebt. Es kann also nicht schaden, sich auch die Wetterprognosen zu Gemüte zu führen.
Als Ausflugsziel ist die Region um den Klöntalersee beliebt, mehrere Campingplätze stehen hier zur Verfügung, weiterhin führt auf der gegenüber liegenden Seite des Sees der Pragel-Strassenpass entlang. Achten Sie darauf, dass die Zufahrt zum See mit dem eigenen Fahrzeug zum See je nach Wochentag und Monat reguliert ist (= gesperrt), nähere Angaben finden Sie unter anderem hier. Diese Sperrungen, aber auch die Reduktion auf maximal 40 Stundenkilometer über die gesamte Passstrecke hinweg reduzieren den Motorenlärm erheblich, nur an wenigen Stellen ist man auf dem Uferweg Klöntalersee jenem ausgesetzt. Die Anreise mit dem ÖV gestaltet sich sehr unproblematisch, ab Glarus, der kleinsten Kantonshauptstadt der Schweiz, verkehrt der Postbus zum See, achten Sie aber auch hier auf die entsprechenden Fahrpläne. Unter der Woche ist der Uferweg durchaus frequentiert, aber es geht alles in allem ruhig zu. An Wochenenden sieht das vor allem im Bereich der Campingplätze und Badestrände dann doch etwas anders aus.
Der Klöntalersee ist einst vor langer Zeit durch einen Bergsturz entstanden, seine angrenzenden Berghänge fallen steil ab, an vielen Stellen hat herunter fallendes Gestein tiefe Schneisen geschlagen. An mehreren Stellen des Uferweges wird entsprechend gewarnt (und trotzdem laufen hier vor allem jüngere Menschen mit Kopfhörern oder tragbaren Lautsprechern herum…). So manches Mal muss man sich den Weg suchen, einige dieser Schneisen haben sich sehr breit in das Schuttgestein gefräst. An diesen Stellen kann es auch recht unwegsam werden, hier braucht es dann etwas Trittsicherheit. Wer mit offenen Augen den Uferweg entlang geht, kann auch viele andere Naturwunderwerke betrachten, zahlreiche Schmetterlinge flattern hier herum, die man mit etwas Geduld auch gut ablichten kann.
Von welchem Startpunkt aus Sie den Uferweg Klöntalersee beginnen, spielt keine Rolle. Sowohl Start-. als auch Endpunkt sind mit Postbus-Haltestellen der Linie 504 versehen („Klöntal, Rodannenberg“ und „Klöntal, Vorauen“). Der Uferweg ist Bestandteil der dritten Etappe des gesamthaft 43 Kilometer langen „Pragelpass-Weges„. Wenn Sie so wie wir noch vom Klöntalersee durch den Löntschtobel bis Riedern oder Glarus hinab laufen, haben Sie die 14 Kilometer lange Etappe jenes Pragelpass-Weges absolviert. Natürlich können Sie je nach Bedarf diese Strecke verkürzen, es stehen am Wegesrand weitere Postbus-Haltestellen zur Verfügung. Man darf in dem See baden, kleine Boote lassen sich mieten. Am Wegesrand kann man noch das Denkmal für Salomon Gessner begutachten (von uns nicht absolviert) und einen namenlosen Wasserfall bestaunen. Der Uferweg Klöntalersee ist eine sehr schöne Angelegenheit!
