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Auf der Ljubljanica, der Fluss, der durch die Hauptstadt Sloweniens Ljubljana fliesst, verkehren kleine Boote, von denen aus man eine schöne und etwas andere Sicht auf diese Stadt erhält. Gegen einen erträglichen Preis in Höhe von 15 bis 16 Euro pro erwachsener Person schippert man auf einer Bootsfahrt gemächlich durch die Landschaft, kann an heissen Tagen wenigstens ein klein wenig Abkühlung finden und erfährt einige interessante Details zu dem Fluss und der Stadt – ausschliesslich in englischer oder slowenischer Sprache. Begleitet werden die vom Band abgespielten Informationen von mehr oder weniger ansprechender Musik, damit muss man sich ein klein wenig arrangieren, dennoch möchten wir Ihnen empfehlen, eine solche Bootsfahrt zu absolvieren.
In den knapp 90 Minuten Dauer der Bootsfahrt erfährt man (touristisch leicht verdaulich aufbereitet) einige erstaunliche Dinge. Der Fluss Ljubljanica ist nur ein Teil eines bedeutend längeren Flusses von gesamthaft 85 Kilometern Länge. In seinem Verlauf verschwindet er an verschiedenen Stellen im Karstgestein und taucht anderswo wieder auf, weswegen die Menschen lange Zeit dachten, es gäbe mehrere Flüsse – und verpassten diesen entsprechend mehrere Namen, obwohl es sich um ein- und denselben Fluss handelt. Die Ljubljanica hat unter anderem im Laufe von ungefähr 900.000 Jahren die Postojnka jama, die Tropfsteinhöhle von Postojna, erschaffen. In deutscher Sprache wurde dieser Fluss „Laibach“ genannt und war somit auch Namensgeber für die deutschsprachige Bezeichnung von Ljubljana: Laibach.
Die ersten Besiedelungen der Ufer der Ljubljanica wahren Pfahlbauten, später waren es vor allem die Römer, die jene Region um das heutige Ljubljana besiedelten und formten. Es braucht auf einer solchen Bootsfahrt nicht viel Phantasie, um sich jene ersten Besiedelungsformen vorzustellen, in manchen Abschnitten erscheinen die Ufer dieses Flusses noch wunderschön unberührt und wild. Je mehr man sich dem Innenstadtbereich nähert, umso mehr zeigt sich der Altstadtkern von Ljubljana von seiner sehr schönen Seite. Wer jetzt nicht den Auslöser seiner Kamera intensiv betätigt, macht irgendetwas falsch.
