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Nahe liegender Weise ist die Ljubljanaer Burg, die Ljubljanski grad, einer der grössten Touristenmagnete in der Stadt Ljubljana. Insbesondere vom hohen und von weit her sichtbaren Turm lässt sich bei guten Wetterlagen eine fantastische Aussicht auf das Umland bis tief in die Julischen Alpen hinein geniessen. Natürlich hat das seinen Preis, „günstig“ ist der Zutritt zu dieser Burg, die auch als „Laibacher Burg“ oder „Laibcher Schloss“ bekannt ist, wahrhaftig nicht. Je nachdem, wofür man sich interessiert, kann man zusätzliche Beträge ausgeben, um bestimmte Bereiche der Anlage genauer zu erkunden, die Ljubljanski grad ist Sitz mehrerer kultureller Einrichtungen.
Wir haben uns „nur“ den grundlegenden Zutritt zur Burg und zum Turm geleistet, alle anderen Angebote haben wir nicht wahr genommen, da es einerseits sehr heiss war und andererseits sehr viele Touristen hier oben herum stolpern. Es gibt zwei Möglichkeiten, um in die Burganlage der Ljubljanski grad zu gelangen. Entweder, man benutzt die Standseilbahn, die unweit des Marktplatzes von Ljubljana gelegen ist und nebenbei – wahrscheinlich – die einzige Möglichkeit für bewegungseingeschränkte Personen darstellt, um die weitgehend behindertengerecht angelegte Burg zu erreichen, oder aber man läuft einen längeren, zum Teil recht steilen Weg, der nicht für Kinderwagen und/ oder Rollstühle geeignet ist, dafür aber hier und dort einige andere schöne Ausblicke auf die Stadt bietet. Wir sind mit der Standseilbahn rauf gefahren und zu Fuss wieder bergab gelaufen.
Um auf den Turm der Ljubljanski grad zu gelangen, muss man sich den Weg durch angrenzende Nebengebäude suchen, allzu offensichtlich ist die Wegführung in dieser Anlage nicht gerade gestaltet. Eine zweispurige Wendeltreppe im Turm ermöglicht den Zugang auf die Aussichtsplattform. Die Zweispurigkeit dieser Treppe soll verhindern, dass sich auf- und absteigende Personen auf der schmalen Treppe nicht in den Weg kommen, dieses Prinzip zu durchschauen und entsprechend zu befolgen, ist aber ganz offensichtlich nicht jedem Menschen gegeben.
Über die Ljubljanski grad gibt es erstaunlicher Weise nicht viel zu berichten. Urkundlich zum ersten Mal im 12. Jahrhundert erwähnt sind ihre Ursprünge im Mittelalter angesiedelt, der heute sichtbare Grundriss entstand im 15. Jahrhundert, die meisten Bauten aber aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Ab Beginn des 14. Jahrhunderts war die Ljubljanksi grad Sitz der Herren von Krain, bis sie im frühen 19. Jahrhundert ihren grundlegenden Zweck verlor und anderweitig verwendet wurde. Wer nicht gewillt ist, für eine Aussicht vom Turm dieser Burg die nicht gerade günstigen Eintrittspreise zu zahlen, findet im Nebotičnik eine deutlich günstigere und angenehmere Alternative.
