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Für die wenigen Tage, die wir in Piran verbrachten, fanden wir Unterschlupf in einem so genannten „Boutique-Hotel“. Ich habe keine Ahnung, was genau das bedeutet, für manche Dinge bin ich einfach zu alt, aber so viel dazu: Es ist ein Hotel. Und es ist ein gutes Hotel, das Hotel Zala. Dieses Hotel ist eine Kombination aus Hotel und Restaurant, letzteres trägt den Namen „Srebrna Vilica„ (die silberne Gabel). Wir haben das Restaurant trotz unmittelbarer Nähe nicht getestet, sehr wohl aber die Räumlichkeiten genutzt, denn am Morgen ist der Restaurant-Bereich der Frühstücksraum des Zala. Sollten Sie gedenken, hier zu speisen, so empfehle ich Ihnen insbesondere in der Hochsaison vorab zu reservieren, ganz offensichtlich ist das Srebrna Vilica beliebt.
Das Hotel Zala liegt in einer Seitengasse, ist abgesehen von der Dachterrasse also nicht dem brütenden Sonnenlicht ausgesetzt und somit angenehm kühl. Allerdings kann es je nach Tageszeit und Wetterlage auch hier und dort etwas muffig riechen. Das ist vollkommen normal! Die Gebäude Piran sind zum Teil sehr alt, liegen in unmittelbarer Nähe zum Meer und weisen aufgrund ihres Alters und letztlich auch ihrer geringen Lage über dem Meeresspiegel eine andere Art von Kanalisation auf, als es in anderen Orten der Fall ist. An heissen Sommertagen erzeugt obendrauf die sengende Sonne eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die sich in den engen Gassen fängt, aber aber dort kaum verdunsten kann. Mit anderen Worten: In den Gästezimmern des Hotel Zala gibt es keinen Schimmel, sollten Sie das jetzt befürchtet haben, im Gegenteil, die Räumlichkeiten sind sehr sauber und gepflegt und werden besonders bei jenen heissen Wetterlagen so gut es geht gründlichst gelüftet!
Die Zimmer sind den Gebäudeabmessungen entsprechend nicht sonderlich gross, der Platz aber reicht allemal. Einen Mini-Kühlschrank gab es zumindest in unserem Zimmer nicht, auch keinen Wasserkocher. Wer also einen Morgenkaffee vor dem Frühstück oder Nachmittagstee haben will, muss sich entweder selbst behelfen oder derartiges anderweitig konsumieren. Der Frühstücksbereich ist angemessen dimensioniert, aber eher eng bestuhlt, man muss ein wenig zirkeln, bei Bedarf kann aber auch vor dem Hotel in einem Bereich gespiesen werden, welcher durch Rankgewächs „überdacht“ ist. Sollte man so wie wir nicht mit dem eigenen Fahrzeug angereist sein, so steht ein Shuttle-Service zum Hotel Zala zur Verfügung. Dieser ist ein klein wenig – nun ja – rustikal, die Wege von Piran bestehen oft aus grossen alten Steinplatten, die uneben sind. Wir hatten sicherheitshalber ein Auge auf unser Gepäck, welches in einem eher simpel anmutenden Korb lagerte, der an dem kleinen E-Fahrzeug angehängt war. Nehmen Sie empfindliche Dinge an sich, das kann sicherlich nicht beim Transport schaden. Nehmen Sie sich auch Zeit, am frühen Morgen oder am kühlenden Abend der Dachterrasse einen Besuch abzustatten. Hier ging es während unseres Besuches ruhig zu, wir konnten hier gut eine Zeit lang unsere Seele in Ruhe baumeln lassen.
