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Natürlich suchten wir in erster Linie nach Abkühlung in Form von Baden, als wir Piran einen Besuch abstatteten. Die Luftfeuchtigkeit in Kombination mit den sehr hohen Temperaturen machten grössere Ausflüge oder Erkundungen schlichtweg unmöglich, also warum nicht einfach mal ein paar Stunden herum lümmeln und geniessen? Was für viele vollkommen normal klingen mag, ist zumindest für mich eher eine Seltenheit, denn einerseits war ich schon lange nicht mehr am Meer und andererseits bin ich eher ein Freund von stehenden Gewässern. Meere und Flüsse sind nie so ganz meins gewesen, aber dieser „Badeplausch“, wie man das in der Schweiz wohl nennen würde, war einfach nur schön und unbeschwert. Zwei Mal haben wir uns einen ausgedehnten Wasserbesuch in Form von Baden erlaubt.
Ein Tipp vorneweg: Es kann nicht schaden, sich für Wasser geeignetes Schuhwerk mitzunehmen oder vor Ort zu erwerben. Auch wenn der aus eher groben Steinen bestehende Meeresgrund a) gut einsehbar ist und b) zumindest überwiegend keine scharfkantigen Steine aufweist, so freut sich des Menschen Fuss über etwas mehr Griffigkeit auf jenem Gestein beim Baden. Wir hatten schlichtweg an sowas nicht gedacht, aber für vergleichsweise angemessenes Geld erwarben wir vor Ort entsprechende Schlappen, Produktionsort unbekannt, aber allemal brauchbar, bestes Yugo-Design, wahlweise in Schwarz oder Blau. Wir haben diese mit nach Hause genommen, ich denke, man kann sie an anderen Orten ebenso noch gut gebrauchen (ich habe da schon seit sehr langer Zeit einen ganz bestimmten abgelegenen Bergsee in Graubünden im Kopf…).
Der überwiegende Teil von Pirans Küste ist von grossen Steinen eingefasst. Liegeflächen gibt es hier nicht. Auf der nordwestlichen Seite unterhalb der Kathedrale von Piran (oben in der Karte markiert) ist der „Strand“ zwar schmal, hier fehlen aber die großen Steine. Geeignetes Material voraus gesetzt kann man hier sogar liegen. Aber je nach Tageszeit geht es beim Baden hier eng zu, man muss ab und an etwas zirkeln. Trotz aller Internationalität geht es hier sehr gesittet und respektvoll zu (wie das am Abend und in der Nacht aussieht, haben wir nicht getestet). Es wird geschnorchelt, hier und dort sieht man auch jene Dinger mit Namen „Stand Up Paddle Board“. Sowohl Brandung, als auch Tidenhub lassen solche Geräte zu. Eine Strömung ist wohl vorhanden, aber kaum wahrnehmbar. Hin und wieder brettert irgend so ein Pfosten in nicht ganz geringer Entfernung mit einem aufgemotzten Boot am Badebereich vorbei, sogar eimotorige Flugzeuge knattern über den Kopf hinweg, solche Protzereien sind aber eher die Ausnahme. Es geht beschaulich zu, trotz der Touristenmassen. Nachfolgend ein paar Video-Impressionen:
